CO2 Emissionen der Verkehrsträger

Corona bringt vieles durcheinander. Es zeigt aber auch, dass in vielen Fällen gar nicht geflogen werden muss.

Damit wir nach Corona nicht wieder in den alten Trott verfallen, haben wir mal exemplarisch ein paar Verkehrsträger hinsichtlich deren CO2 Ausstoßes analysiert. Wir hoffen, dass dies zum Nachdenken anregt.

Jeder kann für sich überlegen:

 

  • Wie oft muss ich wirklich verreisen / fliegen?

  • Geht auch eine Video-Konferenz im Büro mit dem Kunden anstatt ihn zu besuchen?

  • Muss ich jeden Tag zur Arbeit fahren oder kann ich auch einen Tag zu Hause im ruhigen Homeoffice bleiben und ungestört produktiver arbeiten?
    (und ich spare mir dazu den Stau zur Arbeit bei Hin- und Rückweg inkl. CO2-Ausstoß und Feinstaub, ich entlaste den Berufsverkehr und schone die Umwelt)

 

 

Dass wir mit einem wesentlich kleineren CO2-Fußabdruck leben können ist sehr deutlich geworden.  

 

Einige Firmen haben schmerzhaft erfahren, dass es auch anders geht als mit Präsenz aller im Büro. Alle die im Homeoffice sinnvoll arbeiten können (und das sind nicht wenige) dürfen das auf einmal. Schlagartig. Und es geht weitgehend problemlos – nicht nur technisch! Der Arbeitgeber wird sich überlegen müssen, ob seine Firma den CO2-Ausstoß zukünftig nicht noch weiter reduzieren kann.

 

Muss die Globalisierung in dieser Komplexität und Abhängigkeit in den Lieferketten wirklich so sein? Meist nur um wenige Cent zu sparen werden Grundstoffe für Arzneimittel in Asien hergestellt oder Därme für Wurst zur Aufbereitung von Europa nach China und zurück transportiert. Ein Irrsinn oder Unverantwortlich werden die meisten nun sagen. Bisher war das einem ‚egal‘ oder einfach nicht bekannt oder transparent genug. 

Ein Umdenken/-schwenken wird nicht von heute auf morgen überall stattfinden oder möglich sein. Es muss aber zukünftig immer darüber nachgedacht werden ob es nicht nachhaltige Alternativen gibt. Die meist nur sehr geringen Mehrkosten werden den Verbrauchern kaum auffallen, den (Anteils-)Eignern der Firmen eher. Diese müssen nun schnell umdenken und haben hoffentlich etwas aus der Krise gelernt. Insofern ist es sehr zu begrüßen, dass der weltgrößte Vermögensverwalter Blackrock zunehmend auf Nachhaltigkeit drängt. In seinem alljährlichen Brief an Unternehmen stellt Vorstandschef Larry Fink das Thema wieder in den Vordergrund.

Die Hoffnung auf eine ‚bessere‘ Welt bleibt somit! Gehen wir mit Zuversicht durch diese Corona-Zeit.

Bleiben Sie gesund!

 

Quelle: https://co2.myclimate.org

 

So viel CO2 sollte eine Person maximal pro Jahr verursachen, um den Klimawandel aufzuhalten:
0.600 t CO2

Ein Flug von: Frankfurt (DE), FRA nach: Berlin (DE), TXL , Hin- und Rückflug, Economy Class, ca. 900 km, 1 Reisende/r:  
0.277 t CO2

 

Ein Flug von Frankfurt nach Palma de Mallorca, Hin- und Rückflug, Economy Class, ca. 2'500 km, 1 Reisende/r:
0.494 t CO2

Ein Flug von Frankfurt nach Sydney via: Dubai, Hin- und Rückflug, Economy Class, ca. 33'800 km, 1 Reisende/r:
5.6 t CO2

D.h. ein Kurz-/Mittelstreckenflug verbraucht einen Großteil des Soll-CO2 Verbrauchs!

Ein Langstreckenflug ist deutlich mehr, als das Soll.

 

 

So viel CO2 verursacht eine Person in der EU durchschnittlich in einem Jahr:
8.4 t CO2

(Pro-Kopf-Jahresemission (in Indien) laut https://www.atmosfair.de: 1.6 t CO2!)

 

Quelle: CO2 Rechner auf https://www.quarks.de

 

©2019 Initiative gegen Fluglärm in Rheinhessen e.V.